Mittwoch, 30. April 2008

Un ami de la terre von T.C. Boyle


T.C. Boyle ist schon ein komischer Kauz, das merkt man nicht nur wenn man Fotos von ihm betrachtet oder seine sympathischen Interviews liest, sondern in erster Linie bei der Lektüre seiner Bücher.
Dort begegnet einem das Leben in seiner fast absurden Form, nicht unmöglich aber doch auch unmöglich Schicksalsgeplagt und oft unfreiwillig komisch. Seine meist liebenswerten Charaktere stolpern von einem Missgeschick in ein nächstes, hängen meist guten Glaubens Ideologien und Überzeugungen an die ihnen das Leben schwer machen.

Ich mag T.C. Boyle weil er ernste Themen mit viel Witz näher bringt und trotzdem ihre Relevanz und Ernsthaftigkeit im Auge behält.
Ein Freund der Erde ist kein Buch das missionarisch für den Umweltschutz predigt, auch wenn es ein Buch ist, dass es wunderbar versteht uns unsere selbstverschuldete Zukunft vor Augen zu führen.
Tyrone O'Shaughnessy Tierwater (zum Glück für den Leser im Buch und in seinem Leben nur Ty genannt) ist ein guter Mensch, der allerdings gegen Windmühlen zu kämpfen scheint und mit seiner radikalen Ansicht fast alleine da steht.

Er sieht schon früh worauf wir alle mit unserem Verhalten hinsteuern und muss sich, viele Jahre später als alter Mann, damit zufrieden geben dass er nichts ausrichten konnte.
Er ist frustriert und zynisch, auch aufgrund der persönlichen Schicksalsschläge die er hat erleben müssen, dem Tod seiner ersten Frau und seiner Tochter und trotzdem ist er ein Freund der Erde und der Tiere geblieben. Und auch wenn er es selbst nicht zugeben will: er war nie ein Feind der Menschen (was man seiner Ansicht nach sein müsste um ein wahrer Freund der Erde zu sein).

Er ist der verschrobene aber liebenswerte Loser, eine typischen T.C.Boyle Figur, er erweckt sofort die Sympathie des Lesers und nimmt diesen für ihn ein.

Ty erzählt uns 2025 als 75jähriger die Geschichte seines Lebens, seines Lebens als vom Pech verfolgter Ökoaktivist mit Frau und Kind in den 90er Jahren und seines Lebens "jetzt" in einem von Umweltkatastrophen zerstörten, überschwemmten und verwilderten Amerika ohne frische Nahrung und kaum Auswahl. Eine Endzeit-Welt in der alles permanent feucht und ungemütlich ist, in der die Hälfte aller Gerichte mit gezüchtetem Katzenfisch (Wels) zubereitet wird und Nacktschnecken an den feuten Wänden herumkriechen.

Da ich gerade etwas Zeit und Lust habe, versuche ich mich mal in einer Zusammenfassung, was vielleicht etwas wirbelig wird, da die Erzählstränge in verschiedenen Zeiten spielen und sich manchmal überschneiden.

Und wer das Buch gerne lesen möchte, sollte vielleicht hier aufhören zu lesen und sich dann von den Handlungen und Ereignissen im Buch überraschen lassen.
Aber für mich kommt hier der Versuch einer Zusammenfassung.
(Ich vergesse leider oft irgendwann viel über den tollen Inhalt von mir gerne gelesener Bücher, und versuche, auf BOUQUINSTE immer mehr, das alles aus meinem Kopf auszulagern, ich glaube manchmal, meine eigene interne Festplatte ist nicht so zuverlässig...)


Also, los geht´s:


Ty ist der Hüter allerlei vom Aussterben bedrohter unpopulärer Wildtiere, die ihr kümmerliches Überleben im Privatzoo eines reichen, exzentrischen Rockstars fristen und alle die Namen von Blumen haben. Ty passt sich wie immer den Umständen an (seine Philosophie ist die des Aushaltens und sich Abhärtens), kommt klar und versucht die immer hungriger und launischer werdenden Kreaturen bestmöglich in Zaum zu halten.
Sein Leben ist einsam aber ok, bis seine Ex-Frau Andrea auftaucht und Ty an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnert wird.

Durch all die sukzessiven Rückblenden erfährt der Leser immer mehr über Tys Vergangenheit, so dass sich seine Persönlichkeit immer mehr erschliesst. Der etwas unbeholfene Zyniker mit gutem Herzen wuchs als Kind einer stark religiösen Mutter und eines atheistischen, nur an Fortschritt und Unternehmertum glaubenden Vaters auf, von dem er, nach dem Unfalltod seiner Eltern, als junger Erwachsener ein beträchtliches Vermögen und ein paar Einkaufszentren geerbt hat.

Ein Leben als konsumfreudiger Hedonist wurde durch eine ehr aus Zufall besuchte Ökoaktivisten Veranstaltung grundlegend verändert, denn bei diesem Treffen sah Ty Andrea Cotton, die wunderschöne Kämpferin für eine zu schützende Erde, zum ersten Mal und nach dem tragischen Tod seiner ersten Frau (sie starb durch einen Wespenstich bei einer romantischen Campingausflug) spürte er zum ersten mal wieder Schmetterlinge in seinem Herzen.

Die Heirat erfolgte relativ schnell und auch die Überzeugungsarbeit, die nötig war um Ty all seinen Besitz verkaufen und der Gruppe der Freunde der Erde zukommen zu lassen war gering. Ty ist eben ein guter Kerl...

Von der Zeit mit den Freunden der Erde, Andrea und seinem Leben in den 90er Jahren erfährt der Leser zuerst durch die Episode mit der Einbetonierung.
Ty, Andrea, Ty´s Tochter aus erster Ehe, Sierra und Ty´s verhasster Ökokollege Teo, betonieren sich Nachts in einem Loch auf einer Zufahrtsstrasse zu den gigantischen Douglas Tannen ein, vorsorglich in Windeln gekleidet und mit Sandwiches und Kreuzworträtseln als Proviant.
Doch dann läuft es wie so ziemlich alles in Ty´s Leben nicht so wie geplant und nach einer Nacht voller Strapazen rückt nicht ein einziger Reporter an und alle Müh war für die Katz.

Und nicht nur das: es wird immer schlimmer. Zuerst werden die Einbetonierten in praller Sonne von den Bauarbeitern schikaniert, so lange, bis Ty, der seine erschöpfte und mit den Nerven fertige 13 jährige Tochter (gegen deren Teilnahme bei der Aktion er zuvor vergeblich gekämpft hat) zu schützen versucht übel verprügelt wird und im Krankenhaus aufwacht. Dort erfährt er von einem schmierigen Hilfssheriff, dass seine Tochter jetzt in einer Einrichtung für minderjährige Straftäter sitzt und er wohl erst mal auf ein Wiedersehen warten kann. Völlig verzweifelt und nur mit einem dünnen Papierhemdchen bekleide flüchtet Ty in einem unbeobachteten Moment, versteckt sich vor dem Krankenhaus in den Büschen und wird allerdings schon kurze Zeit später von Polizeihunden aufgestöbert.

Den Anwälten von "La Terre pour Toujours" gelingt es zwar, Ty für eine enorme Kaution erst einmal frei zu bekommen, seine Tochter wird er allerdings erst einmal nicht wieder sehen, sie ist bei Pflegeeltern untergekommen, so lange, bis Ty nach mehrjährigem vollkommen fehlerfreiem Leben und einigen Erziehungskursen seine Tauglichkeit als Erziehungsberechtigter bewiesen hat.

Ty ist vollkommen fertig, ist Sierra doch das einzige was ihm wirklich unentbehrlich scheint.
In einer traurigen Rückblende erfährt der Leser auch was Ty zum Zyniker gemacht hat: ein wundervoller romantischer Campingausflug mit seiner ersten Frau Jane, Sierras Mutter, endet tragisch (eine Stelle im Buch bei der ich wirklich fast weinen musste...): sie wird von einer Wespe gestochen und stirbt innerhalb von Minuten an dem einen allergischen Schock auslösenden Stich und Ty, gefangen in seiner Hilflosigkeit inmitten der wilden Natur, kann sie nicht retten.

Fortan zieht er Sierra alleine groß, so gut er kann versucht er ihr die Mutter zu ersetzen und der bestmögliche Vater zu sein.
Das dies nun von herablassenden, selbstgerechten Bürokraten angezweifelt wird und man ihm sein Kind wegnimmt versetzt ihn erst in Lethargie, dann in eine fatale Bestimmtheit: er muss Sierra suchen! Denn einem fast einem Hilferuf gleichenden auf eine Serviette gekritzelten Brief nach ist sie auf irgendeiner religiösen Farm in Los Angeles untergekommen und leidet.

Alle Versuche von Andrea und Teo und den Anwälten von La Terre pour Toujours, Ty davon zu überzeugen dass er sich nur etwas gedulden müsse um das Gerichtsverfahren zu seinen Gunsten zu entscheiden sind erfolglos, Ty hat es satt dass andere immer über ihn und sein Schicksal entscheiden, von seinem Geld leben aber sich nicht um seine Ansichten scheren und so machen sich Ty und Andrea mit einem geborgten Wagen auf den Weg.

Die Farm entpuppt sich als eigentlich nettes Haus mit netten Pflegeeltern, doch Sierra wurde gezwungen, ihren Nasenring abzunehmen und vor dem Essen zu beten und bei diesem gerade zu sitzen, was für den Teenager einer Folter gleich kam. Aber nun ist es eh zu spät, Ty wollte Sierra zwar zuerst nur sehen, diese sprang aber gleich in den geparkten Wagen, worauf Ty sich gegen einen ihn nieder wrestelnden Pflegebruder zur Wehr setzen und anschliessend flüchten musste.

Und weil er sich den Ausmaßen seiner impulsiven Unvernunft durchaus bewusst ist, und den Konsequenzen die eine Trennung von Sierra bis zu deren Volljährigkeit bedeuten würden, bleibt dem Trio nichts anderes übrig, als ihre Flucht auf unbestimmte Zeit fortzusetzen.
Und so landen sie unter falschen Namen in einer komfortablen Waldhüte des ehemaligen Grosswildjägers Philipp Ratchiss, versorgt durch Teo mit Ty´s Geld und Neuigkeiten aus der Zivilisation.
Und Ty, der das Leben mit seinen zwei Lieben am liebsten unbehelligt und idyllisch inmitten der Wälder weiterführen würde, muss ein weiteres Mal gegen böse Forstarbeiter und ihre kommerzielle Zerstörung der Wälder vorgehen und sich so immer weiter ins Schlammassel hinein treiben lassen.

Denn anders als Andrea und Teo ist Ty kein kühl berechnender Öko-Krieger, so unbekümmert wie seine Haltung gegenüber Mutter Natur vor seinem Leben mit Andrea war, so aufrichtig und ehrlich ist nun seine unerbittliche Wut über deren Zerstörung. Und so lässt er sich zu einer spontanen, fatalen Aktion hinreissen, die, mal wieder, total aus dem Ruder gerät und einen ganzen großen Wald in Flammen aufgehen lässt...

Und dann taucht auch noch ein Detektiv auf, angestellt von der Versicherung die für den von Ty verursachten Millionenschaden aufkommen muss und Ty, der eigentlich Gutes wollte und nun alle, inklusive der über all die zerstörten Bäume und die üble Presse erbosten Freunde der Erde, gegen sich aufgebracht hat, lebt in permanenter Anspannung sein kleines abgeschiednes Stück Glück und Idyll gegen Gefängnis und Trennung von Andrea und Sierra tauschen zu müssen.
Und dieser Detektiv ist ein hartnäckiger Typ und darüber hinaus ein Jäger...
Und leider hat er zwei Jahre bei den Eskimos verbracht, genau den Eskimos, über die Ty in seiner zweiten Identität als Tom Drinkwater, dem Schriftsteller, angeblich ein Buch schreiben will.

Als die Situation für Andrea dann zu brenzlig wird und ihr Anwalt einen guten Deal aushandeln kann (Andrea bekommt Bewährung und Ty geht für maximal sechs Monate in den Knast..) lenkt Ty schweren Herzens ein und ist bereit, für eine Zukunft mit seiner Tochter und seiner Frau sein ihm so lieb gewordenes Leben im Schoße der Natur aufzugeben.

Aber Andrea will noch mehr: aus seiner freiwilligen Auslieferung soll ein Statement gemacht werden und so überredet sie den gutmütigen Ty, der inzwischen schon ein überzeugterer Freund der Erde geworden ist als die berechnende Andrea oder der Marketingexperte Teo je sein werden, vollkommen nackt in die Zivilisation zurück zu kehren.

Und so ziehen die beiden los um 30 Tage vollkommen nackt und ohne jegliche Hilfsmittel in der wilden Natur zu überleben, begleitet nur von einem Journalisten der sich mitsamt seiner Campingausrüstung und seinen Lebensmitteln entfernt im Hintergrund aufhält.
Und schon bald muss das zu Anfang von der Wildheit begeisterte und sich wild begehrende Paar feststellen, dass es die beim Sex benötigte Energie besser spart, denn Nahrung ist nur äusserst schwer aufzutreiben und alles, aber auch alles ist mehr als anstrengend und unbequem.
Aber trotz aller Schmerzen und Entbehrungen hat Ty immer wieder Momente der Einsicht und der Ausgeglichenheit mit sich selber, er liebt die Natur und er liebt seinen Platz darin, und einmal mehr noch überzeugt er den Leser, ein wahrer Freund der Erde zu sein.

Und trotzdem ist er mehr als froh, als die 30 Tage um sind und er und Andrea abgemagert und von Insektenstichen malträtiert zu den wartenden Journalisten und Polizisten zurück kehren.
Und die ersten Tage Gefängnis sind wie ein Sommercamp für ihn, köstliches Essen, ohne jegliche Anstrengung dreimal am Tag kredenzt, ein weiches Bett und Wärme. Aber das gute Gefühl hält nur fünf Tage an und Ty fühlt sich nun um so eingesperrter, wie ein Tier das die Weite kannte.

Aber er lässt sich nicht unterkriegen, besucht Kurse um seine Aussichten um Verkürzung zu verbessern (was leider nicht klappt, ein volles Jahr muss er einsitzen) und träumt von seinem Leben danach, einem Leben mit Andrea und Sierra, ruhig und bescheiden, ermöglicht von all dem Geld dass Andrea durch den Verkauf seiner Einkaufszentren und Immobilien erhalten soll.

Und dann ist es soweit, er verlässt das Gefängnis und ist ein freier Mann, wenn auch unter sehr strengen Auflagen. Sein Bewährungshelfer ist an seiner Seite, er darf Los Angeles nicht verlassen und natürlich: keinerlei, aber auch keinerlei Übertretung des Gesetztes. Was vielleicht nicht allzu schwer wäre, wenn den mit Wut gefüllten Ty nicht Gedanken der Rache plagen würde. Rache an denen, die seine Familie auseinander zu reissen versucht haben, seine Tochter verstört und ihm ein kostbares Jahr seines Lebens genommen haben, denen die Natur egal ist und deren Raubbau fördern.
Rache an dem zuständigen Richter und dem Sheriff.

Ty macht sich also eines Nachts heimlich auf um in ihm ja schongewohnter Manier teure Fahrzeuge zu zerstören in dem er böse Materialmischungen in deren Tanks füllt und Reifen von Polizeiwagen aufschlitzt.

Doch diesmal hat Ty noch Glück, seine Wut über seine rücksichtslosen und ignoranten Mitmenschen konnte durch die Tat aber nicht gedämpft werden. Und auch das Anpflanzen von heimischen Gewächsen und seine Weltverbesserungsmaßnahmen können sein ihn vollkommen vereinnahmendes Umweltbewusstsein nicht befriedigen.

Ty hat Andrea längst im Gutmenschentum überflügelt und im Gegensatz zu ihr ist er nicht pragmatisch geworden: ihm ist es zuwider, wie die einst so radikal anmutende Umweltorganisation nun aus Vernunftgründen zum Establishment gehört, um positive Öffentlichkeit und Spendengelder buhlt und es dabei nicht vermag, eine einzige bedrohte Tierart zu retten.

Und so zieht er eines Nachts wieder los, bewaffnet mit Schweißgerät und Camourflage-Montur, diesmal ist sein Ziel eine Baustelle für ein neues Kraftwerk und diesmal hat er nicht nicht nur kein Glück, diesmal kommt es für Tyrone O'Shaughnessy Tierwater knüppeldick:
alle Welt, sogar sein Anwalt, distanzieren sich von seinen anarchistischen Taten, er wird zum Öko-Terroristen Nummer eins abgestempelt, zu einer horrenden, alles aufzehrenden Geldstrafe verurteilt und wandert für viereinhalb Jahre in den Knast.
Und damit all sein Vermögen nicht von General Electric für den angerichteten Schaden konfisziert werden kann, überschreibt er noch schnell all das durch den Verkauf der Einkaufszentren erlange Geld Andrea und der Freunden der Erde.
Und unterschreibt die Scheidungspapiere.

Nach der Haft, die ihn noch mehr abgehärtet hat, lebt Ty zurückgezogen und kärglich. Er ist verbittert und enttäuscht von seinen Mitmenschen, die Zerstörung der Natur und die sukzessive Ausrottung aller Tiere tut ihm weh, abgestumpft ist er nie.
Durch eine glückliche Fügung kommt er mit Mac Pulchis, dem Exzentrischen Rockstar und Multimilliardär und ernannten Retter der Tiere ins Gespräch und wird so über 10 Jahre hinweg zu dessen Tierpfleger Numer eins.

Die Szenen der Gegenwart, in der Ty jetzt als alter, eigentlich agiler aber von diversen körperlichen Alterungserscheinungen geplagter Tierpfleger agiert, spitzen sich dramatisch zu. Die Unwetter werden immer schlimmer und es regnet und stürmt eigentlich unaufhörlich.
Das gesamte Land um Macs Riesenanwesen versinkt langsam im Schlamm und in den Fluten und die Raubtiere müssen mit großer Vorsicht und viel Phantasie aus ihren Gehegen evakuiert und in die trockenen Räume der Luxusvilla gebracht werden. Dort können sie zumindest im Trockenen an Seidentapeten und edlen Teppichen herum nagen und mitsamt den menschlichen Bewohnern entweder auf bessere Zeiten oder auf den Untergang der Welt warten. Zum Glück verfügt der exzentrische aber voraus schauende Mac über eine Kühlhalle voller inzwischen zu extrem seltenen und daher Millionen Dollar aufwiegendem Fleisch, mit welches die Raubtiere großzügig am Leben erhalten werden können.

In der Zwischenzeit wird Ty immer stärker in die Vorhaben von Andrea und der Öko-Mitstreiterin und Journalistin April Wind in deren Vorhaben hinein gezogen, es geht darum Geld klar zu machen, viel Geld, von Mac und durch die Veröffentlichung eines Buches über Sierra.

Denn diese ist tot, gestorben nachdem sie von einem Baum gefallen ist. Einem Baum auf dem sie vier Jahre ihres Lebens verbracht hat, einem Baum, hunderte Jahre alt aber für die Forstbehörde nichts als Geld. Sierra hält diesen Baum besetzt und wandelt sich immer mehr zum esoterischen Wesen, durch ein Handy mit der Aussenwelt verbunden und von Unterstützern mit Nahrung versorgt.
Ty besucht sie regelmäßig, sitzt am Fuße ihres riesigen Baums und spricht über das Telefon mit ihr. Bis eines Nachts nicht nur ihr Telefon abrutscht und zu Boden fällt.

Das Leben mit den Raubtieren in der Luxusvilla ist fast gemütlich, wenn auch ab und zu ausbrechende Tiere eingefangen werden müssen, aber es mangelt an nichts, für viel Geld kann man in einer Welt der Entbehrungen immer noch alles bekommen.

Leider brechen eines besonderen schönen Morgens (es gibt frische Eier!) die Löwen aus und das harmonische Frühstück endet in einem Blutbad.
Ty und Andrea überleben, aber ein Leben auf dem Anwesen mit all den Tieren ist ohne den zerfetzten Gönner Mac ist nicht mehr möglich.

Ty und Andrea entschliessen sich zu dem kleinen Exil von damals, ihrem Idyll im Wald zurück zu kehren und darüber hinaus Petunia, die Patagonische Füchsin und einzige Überlebende der Tiere mitzunehmen.

Und so endet das Buch mit einem hoffnungsvollen Ende. Die Wälder von einst sind zerstört, das Haus auch, aber Andrea und Ty haben wieder zueinander und zu ihren alten Träumen von einem Leben in der Natur gefunden. Denn diese ist nicht so tot wie Ty immer glaubte: unter der Asche und dem Abfall bahnen sich kleine grüne Sprösslinge ihren Weg nach oben und auch die Menschen sind nicht alle so garstig.

Die beiden richten das Haus wieder her und sich gut in diesem und in ihrem Leben ein, Kontakte mit Nachbarn werden geknüpft und am taucht sogar ein junges Mädchen auf und Ty versöhnt sich mit der Welt.







Détails sur le produit

* Poche: 475 pages
* Editeur : Le Livre De Poche (19 février 2003)
* Collection : Le livre de poche
* Langue : Français
* ISBN-10: 2253154296
* ISBN-13: 978-2253154297